Steckfiltersystem

Vor einiger Zeit sah ich einen YouTube-Beitrag von Dennis Siebert zum Thema Steckfilter und kam ins Grübeln…

Ich besitze schon längere Zeit die klassischen ND Schraubfilter, hatte mich aber immer wieder über das Handling dieser Filter geärgert: Das Herumgeschraube auf dem Objektiv bzw. dessen UV Filter, dann die Tatsache, dass man NACHDEM der ND Filter aufgeschraubt wurde nur noch mäßig bis gar nicht den Fokus setzen kann und dann, am Ende, verklemmen auch noch ND und UV Filter zu einer Einheit 😉

Mit anderen Worten: Ich hatte mittlerweile den Spaß daran verloren, obwohl ich gerade die klassischen Schwarz-Weiß Bilder mag, die man mit ND Filtern erstellen kann.

Und als ich nun den besagten Beitrag von Dennis sah, wie er da mal ganz locker die klasse Aufnahme mit den Dalben in der Ostsee machte machte es auch bei mir „Klick“ und ich begann, mich für das Thema Steckfilter zu interessieren.

Ich will hier nicht lange die Vor- und Nachteile von Steckfiltern erläutern, dazu gibt es genug Infos hier im Netz. Nur kurz zusammengefasst (und sehr persönlich gefärbt):

Ein Vorteil von Steckfiltern ist, dass sie nicht für jedes Objektiv neu gekauft werden müssen, sondern günstige Stepdown-Ringe. Diese werden dann verwendet, um den Filterhalter zu montieren. D.h. man braucht jeden Filter nur 1x zu kaufen.

Steckfilter haben aber auch zwei klassische Nachteile: Sie sind sperriger und i.d.R. teurer. Besonders das Thema „sperrig“ ist nicht von der Hand zu weisen, da der Halter, der vor das Objektiv gesetzt wird, alleine schon eine Menge Platz weg nimmt. Und die Filter selber, je nach Typ und Größe, ebenso. Und das muss mitgeschleppt werden – bei mir ist es jetzt eine eigene Tasche.

Aber: Die Vorteile überwiegen für mich: Das „Stecken“ ist für mich deutlich einfacher, das Auf- und Absetzen der kompletten Einheit ()enn man z.B. fokussieren will) geht blitzartig und dann gibt es neben den ND Filtern auch z.B. Verlaufsfilter: Und die können nun mal nicht geschraubt werden 🙂

Nach langem Suchen im Internet hab ich mich schlussendlich für das Haida System entschieden. Nisi, Rollei etc. machen (anscheinend) auch gute Filtersysteme, aber bei Haida gibt es im aktuellen System einen Clou: Der Polfilter wird nicht, wie bei den anderen Systemen, in die Aufnahme einfach eingesteckt. Damit entfällt die sonst übliche Schrauberei. Die weiteren Filter (maximal 2) werden dann klassisch davor über die üblichen Schienen eingeschoben. Haida bietet darüber hinaus auch ND-Filter und kombinierte ND+Pol-Filter in diesem Steckprinzip an. Somit kann man sehr gut beide Filtertypen kombinieren.

Alles andere, d.h. das generelle Handling, ist dann analog zu den anderen Herstellern: Man verwendet Stepdown Ringe für die verschiedenen Objektivdurchmesser und montiert auf diese Ringe dann den Filterhalter . Hier gibts ein Video von Stefan Wiesner, wo er das Haida System vorstellt.

Preislich ist Haida leider Oberliga, ich hatte Glück und konnte ein „Weihnachtsbundle“ kaufen, da waren dann die Tasche sowie ein ND Steckfilter mit dabei. Grundsätzlich gibts auch günstigere Hersteller und man kann auch i.d.R. das Filtersystem von Hersteller A mit Filtern von Hersteller B kombinieren (hier aber trotzdem vorher schlau machen, es gibt wie üblich Ausnahmen!)

Nachstehend daher jetzt ersten Bilder die ich damit im Hamburger Hafen gemacht habe:

Dockland Hamburg I
Dockland Hamburg I I
Dockland Hamburg III
Köhlbrandbrücke
Blick auf den Köhlbrand mit Brücke
Die alten Elbbrücken

Die Bilder gibt es hier in größerer Auflösung zu sehen.

Habe bis jetzt den Erwerb nicht bereut und bin gespannt, was man noch damit alles anstellen kann. Insbesondere Reverse GND Filter finde ich vom Prinzip spannend, mal schauen ob ich damit mal herumspielen werden.

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