KISS beim KOCHEN

Es muss ja nicht immer kompliziert sein…

Wie in vielen Dingen des Lebens gilt auch beim Kochen (zumindest für mich als Koch-Laie) das KISS Prinzip: Keep it simple. Lass mal die Anderen die komplizierten Dinge des Lebens machen.

Und somit war ich mal wieder sehr angetan von einem Gericht, welches meine Freundin während unseres Schweden-Urlaubs auf den Tisch zauberte: Gebeizter Lachs,  Spinat, Dillkartoffeln und Sourcreme. Und danach Käsekuchen.

Zunächst der Fisch. Das interessante an dem Lachs war,  dass es sich nicht um einen typisch gebeizten Meeresmitbewohner handelte,  sondern der Gute wurde mittels Roter Beete verzehrfertig gemacht.  Was zu a)  einem interessanten Geschmack und b) einem deutlich untypischen Aussehen führte: Statt das übliche Lachsrosa auf dem Teller zu erspähen,  blickte das hungrige Auge auf ein Stück Fisch von tiefroter Farbe. Man hatte mehr den Eindruck,  einem Steak gegenüber zu sitzen als sich hier mit einem Flossenträger zu duellieren.

Und das schönste an dem Teil: Nix machen,  einfach kaufen 😉  (Ich muss jetzt allerdings zugeben,  dass ich nicht ganz genau weiß,  wo man diesen Fisch in Deutschland finden kann.  Also diese Zubereitungsart.  Aber im Zweifel schmeckt’s auch klassisch…)

Aber weiter im Text: Als nächstes die Kartoffeln.

Typ: Schwedisch.
Alter: Früh.
Zubereitungsart: Einfach kochen.
Nur einen Strunk Dill reinwerfen.

Ist also überschaubar. Selbst für mich.

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Gemüse darf nicht fehlen, ergo gab es Spinat dazu. Die GANZ einfache Sache wäre jetzt der mit dem Blubb. Aber diesmal wurde selbst geblubbt. Heißt: TK Spinat zum Leben erwecken, in die Pfanne geben. Und dann Sahne hinzu. Ebenfalls Frühlingszwiebeln & Schnittlauch. Reicht natürlich noch nicht. Also fürs Finale noch Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Abgehakt.

Und damit  Fisch, Grünzeug und Kartoffeln eine harmonische Verbindung eingehen, gab es einen Mehr-Komponenten-Verbinder: Kräutersauce à la Mamma.

Man nehme:

  • Gräddfil (schwedischer Schmand)
  • Zitronenabrieb
  • Dill (nein,  nicht wieder aus dem Kartoffeltopf fischen…)
  • Schnittlauch 
  • Salz. 

Das ganze zu einer homogenen Menge verrühren. Passt.

Das war’s.

Jetzt nur noch flott hübsch angerichtet, einen Weißwein auf den Tisch gezaubert und auf ging’s!

Das Ganze wurde dann mit einem leckeren Stück Käsekuchen abgerundet.

Jaaa… war gekauft..  Nun mal aufhören zu meckern… 🙂

War aber trotzdem lecker.  Aber um wenigstens etwas Heimarbeit hier vorzugaukeln,  gab es selbst-geschlagene Sahne und etwas Erdbeermarmelade dazu.

Ob letztere Selbstgemacht war,  lass ich offen..  😉

Smaklig måltid!

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